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Unsere Printausgabe 2/2017 mit dem Titelthema: Koffer mit Köpfchen – Smarte Technik auf vier Rollen

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Die Top Trends des Jahres für Business Traveller

Geschäftsmann am Strand
Geschäftsreisen haben auch ihre schönen Seiten

Smarte Koffer, WLAN im Flugzeug, Concierge aus Stahl: Wer viel reist, der kann sich auf einiges gefasst machen. Hier sind unsere Top Trends des Jahres 2017 für Business Traveller:

 

1. Gratis-Internet an Bord

Internet im Flugzeug ist kein Luxus mehr, sondern ein Standard, der von Passagieren einfach erwartet wird. Die Zahl onlinefähiger Flugzeuge wächst stetig. „Wir erwarten einen Anstieg von derzeit 5.000 auf 16.600 Flugzeuge bis zum Jahr 2025“, prophezeit Bruno Galzin, Chef des „Connectivity Programme“ bei Airbus, das entspricht etwa der Hälfte aller Verkehrsflugzeuge weltweit. Zum Ende des Jahres 2016 waren zwar noch 39 der 57 größten europäischen Fluggesellschaften ohne Internet-Angebot an Bord, gerade bei den deutschen Airlines jedoch geht es derzeit zügig voran. Air Berlin offeriert einen Mix von Kurz-, Mittel- und Langstrecken mit Internet-Zugang. Geschäftsreisende können so auch heute schon auf manchen innerdeutschen Strecken ihre E-Mails erledigen (Preis: z. B. 30 Minuten/20 MB Datenvolumen für 4,90 Euro oder Flat-Fee/max. 120 MB für 18,90 Euro). Im vergangenen Oktober zog Lufthansa nach, die zuvor mit 107 WLAN-fähigen Jets bereits die weltgrößte internetfähige Langstreckenflotte betrieb. Mittlerweile sind die ersten Kurz- und Mittelstreckenflotten der A320-Familie mit der Installation von Ka-Band-Antennen für die neueste Breitband-Satellitentechnik internettauglich – bis Mitte 2018 sollen alle Flugzeuge entsprechend ausgerüstet sein.

2. Airport-Lounges für alle

Weil es für Passagiere zunehmend schwerer wird, Zutritt zu den Lounges der Airlines zu bekommen, steigt die Nachfrage nach Bezahlmodellen, so genannten Pay-as-you-go-Lounges. Diese kann jeder nutzen, auch wenn er mit einem Economy-Ticket unterwegs ist. Pionier und aktuell der größte Betreiber Airline-unabhängiger Wartehallen ist Plaza Premium Lounge. Das Unternehmen eröffnete 1998 seine erste Bezahl-Lounge in Hongkong. Mittlerweile ist die Kette mit über 140 Standorten an 35 Flughäfen weltweit vertreten. Auch an deutschen Airports kann man in angenehmer Umgebung auf den Anschlussflug warten: Düsseldorf, Hamburg, Köln, Berlin-Tegel und natürlich auch München (Europa Lounge und Atlantik Lounge, beide Terminal 1, Eintritt: je 29,75 Euro) und Frankfurt (Skylounge, Terminal 2, Eintritt für drei Stunden: 35 Euro; Luxx Lounge, Terminal 1, Eintritt: 30 Euro) haben unabhängige Lounges, in denen man ungestört arbeiten, einen Happen essen oder einfach nur duschen kann.

3. Reisen im Privatjet

Es mag nur ausgewählte Reisende betreffen, trotzdem ist der Trend klar erkennbar: Die Nutzung von Privatjets für Business-Trips steigt deutlich – laut dem aktuellen „Global Business Jet Market Report“ soll der Markt weltweit bis 2020 auf umgerechnet 31,5 Milliarden Euro anwachsen (zum Vergleich: 2013 waren es noch 19,5 Milliarden Euro). Allein für die nächsten vier Jahre prognostizieren die Wirtschaftsexperten ein Plus von sieben Prozent. Während Europa und die USA noch mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen haben, preschen Indien und China vor und werden ihre Ausgaben für die private Business-Luftfahrt laut Prognose in den nächsten fünf Jahren verdreifachen, pro Jahr sollen pro Land mehr als 125 Jets ausgeliefert werden. Die Vorteile für finanzstarke Unternehmen liegen klar auf der Hand: keine Wartezeiten an Check-in oder Security, keine Verspätungen oder Annullierungen, komfortables Reisen, Möglichkeit zum ungestörten Arbeiten und/oder Konferieren an Bord, maximale Privatsphäre, ausgeruhtes Ankommen. „In den nächsten Jahren werden immer mehr Airports an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Das bedeutet für Passagiere, dass sie mehr Zeit einplanen müssen, wenn sie mit Liniengesellschaften unterwegs sind, und dass Reisen insgesamt stressiger wird“, sagt Patrick Margetson-Rushmore, Chef des britischen Anbieters London Executive Aviation. Die Motivation, wichtige Mitarbeiter per Privatjet zum Termin zu schicken, dürfte also noch steigen.

4. Smarte Koffer

Sie lassen sich orten, wiegen sich selbst und laden auch noch das Handy auf: „Bluesmart“, „Space Case“, „Electronic Tag“, „Smart Cabin Trolley“ oder „Pluggage“ heißen die neuen Koffermodelle, die viel können und noch mehr kosten. Für Rimowa-Chef Dieter Morszeck läuten sie die „Zukunft des Reisens“ ein. Die sieht dann so aus, dass wir unsere Flugdaten via App an den Koffer schicken, einen elektronischen Gepäckanhänger erzeugen und das gute Stück ohne Umwege direkt am Automaten abgeben können. Die via Barcode gespeicherten Informationen sollen garantieren, dass das Gepäckstück den vorgesehenen Weg findet, und uns mitteilen, wo es gerade ist oder ob es während der Reise geöffnet wurde. Der smarte Koffer – bei Rimowa das Produkt einer Kooperation mit Airbus und T-Systems – kommt wie von Geisterhand an den Zielort, nur vom Gepäckband heben müssen wie ihn noch mit eigener Kraft. Die nächste Generation („Cowarobot1“) rollt dann auch noch alleine, die übernächste („Modobag“) transportiert ihren Besitzer gleich mit. Ausgetüftelt wurden die selbstfahrenden Modelle von Start-ups aus Shanghai bzw. Chicago, ihre Praxistauglichkeit könnte jedoch am Gewicht scheitern: „Cowarobot1“ wiegt leer fünf Kilogramm, „Modobag“ sogar acht. Rimowas „Bag2Go“ kam 2016 auf den Markt, Lufthansa und EVA Air können den smarten Koffer schon befördern. United, Condor und Thomas Cook sollen in Kürze folgen.

Speisen im Flugzeug

5. À la carte speisen im Flugzeug

Eine gute Nachricht für Geschäftsreisende, die in der Economy unterwegs sind: Immer mehr Airlines bieten Gästen in der hinteren Kabine die Möglichkeit eines Speisen-Upgrades gegen Bezahlung an. Bei Air France und KLM essen Passagiere auf Wunsch à la carte – mit vier Menüoptionen zwischen zwölf und 18 Euro. British-Airways-Gäste können bei ausgewählten Langstreckenflügen ab London-Heathrow bereits im Vorfeld online buchen, was sie an Bord serviert bekommen möchten. Es gibt sechs Gerichte zur Auswahl zum Preis zwischen 15 und 18 Pfund (circa 18 – 21 Euro). Auch bei Swiss gibt es einen À-la-carte-Service auf der Langstrecke für Eco-Passagiere. Bei Austrian und ihrem Caterer DO & CO haben Fluggäste die Wahl zwischen neun unterschiedlichen Menüs à 15 Euro. Singapore Airlines bietet keine Bezahloptionen in der Eco, dafür haben alle Passagiere neben der klassischen Bordverpflegung die Wahl zwischen 30 Sondermenüs – darunter vegane, vegetarische oder aber solche, die religiöse Speisevorschriften berücksichtigen. Guten Appetit!

6. Die A350 auf Erfolgskurs

Schnell, leise, sparsam, umweltfreundlich: Der Airbus A350 ist ein Flugzeugtyp, der den Zeitgeist atmet. Als direkter Konkurrent der Boeing 787 „Dreamliner“ gilt die Familie der A350XWB (steht für „Extra Wide Body“, extra breiter Rumpf) als echte Neuerung auf dem Markt der Verkehrsflugzeuge, die – in drei Versionen, A350-800, -900 und -1000, für 280 bis 366 Passagiere – dazu ansetzt, den Luftraum zu erobern und bereits wichtige Langstreckenverbin­dungen bedient. Die neueste Airbus-Entwicklung gehört zu den leichtesten ­Flugzeugen ihres Typs, gebaut aus Hochleistungsverbundwerkstoffen und angetrieben von zwei Rolls-Royce-Trent-XWB-Triebwerken der neuen Generation. Sie verbraucht 25 Prozent weniger Kerosin und erzeugt dabei 25 Prozent weniger CO2-Emissionen als andere Flugzeuge ihrer Klasse. Außerdem gilt ihr Lärmteppich als bis zu 50 Prozent kleiner als der vergleichbarer Maschinen. Die Nachfrage ist entsprechend: Ende 2016 verzeichnete Airbus 810 Bestellungen für den neuen Flugzeugtyp, von 43 Kunden weltweit. Zur gleichen Zeit hatten bereits neun Gesellschaften die A350 im Einsatz: Erstkunde Qatar Airways, Vietnam Airlines, Finnair, LATAM, Singapore Airlines, Cathay Pacific Airways, Ethiopian Airlines, Thai Airways und China Airlines. Lufthansa will die ersten zehn Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 ab Februar in München stationieren. Fliegen wird also noch angenehmer, zumal mit weniger schlechtem Gewissen . . .

7. Rekordjagd auf der Ultralangstrecke

Weiter, länger, schneller: Die Airlines wetteifern neuerdings um Ultralangstreckenrekorde, neues Fluggerät macht’s möglich. Erklärter Champion ist derzeit Emirates, die mit Auckland, Dallas/Forth Worth, Houston, Los Angeles, Rio de Janeiro, San Francisco, São Paulo, Seattle und Orlando momentan neun Extremrouten ab Dubai anbietet. Aktueller Rekordhalter ist Flug EK449 von Dubai nach Auckland in Neuseeland. Die 14.216 Kilometer dauern planmäßig 17 Stunden und 15 Minuten, faktisch ist die Boeing 777-200LR hier meistens etwa 16,5 Stunden in der Luft. Der Erstflug auf der Strecke wurde noch mit einer A380 bedient, die 16 Stunden und 39 Minuten von Dubai nach Auckland benötigte und 17 Stunden und zehn Minuten zurück. Demnächst soll noch eine schon mehrfach verschobene Verbindung nach Panama dazukommen – über 13.821 Kilometer und rund 17,5 Stunden. Noch eine halbe Stunde länger als von Dubai ist der neue Nonstop-Flug von Doha nach Auckland bei Qatar Airways ab Februar, die Distanz beträgt 14.539 Kilometer und ist damit die längste Verbindung der Welt. Qantas hofft, Emirates und Qatar Airways in Kürze toppen zu können – mit einem Nonstop-Flug von Perth nach London (14.469 km), für den sie die neue B787-9s einsetzen will. Airbus bringt bis 2018 die spezielle Ultralangstrecken-Version A350-900ULR heraus, die dank Zusatztanks mehr als 16.000 Kilometer bewältigen können soll. Erstkunde Singapore Airlines will die neue Maschine auf ihrer New-York-Route einsetzen. Boeings B777X, die in zwei Versionen – der B777-8 für bis zu 16.112 km und der B777-9 bis 14.075 km – entwickelt wird, soll 2020 von Emirates eingeführt werden. Der Golf-Carrier könnte das neue Produkt auf seine Strecken von Dubai nach Mexico City, Santiago oder Peru schicken.

8. Filme streamen im Flugzeug

Hollywoodstreifen, Serien, Mainstream-Musik: Klassische Unterhaltungssysteme an Bord können nur ein Kompromiss sein, der die Airlines obendrein viel Geld kostet. Da heutzutage die Mehrzahl der Reisenden eigene mobile Geräte mit ins Flugzeug bringt, liegt es nahe, Lösungen anzubieten, die es Passagieren ermöglichen, während des Fluges Filme zu streamen, Musik herunterzuladen und so ihr eigenes In-Flight-Entertainment-Programm zu gestalten. Voraussetzung ist – natürlich – die Bereitstellung eines schnellen und störungsfreien Internetzugangs an Bord. Einer der Vorreiter auf dem Gebiet moderner Unterhaltungslösungen ist Virgin Australia, die Passagieren bereits 2012 ermöglichte, an Bord ihrer Maschinen Filme zu streamen. Auch die israelische El Al hat entsprechend vorgesorgt – mit ihrer „DreamStream App“ können Reisende auf ausgewählten B737 und B767 bis zu 50 Filme auf ihre mobilen Geräte laden. Im Februar 2015 führte die Low-Cost-Gesellschaft Scoot aus Singapur einen Streaming-Service an Bord der neuen B787 ein, den Passagiere für elf US-Dollar (circa 10,40 Euro) nutzen können, Business-Class-Gäste zum Nulltarif. Im Herbst 2015 rüstete Virgin America zehn A320 mit High-Speed-WLAN aus – für Netflix & Co. Die amerikanische Jet Blue Airways bietet flottenweit und kostenlos schnelles Internet an, so dass Gäste live über die im Sitz integrierten Bildschirme Sport gucken können und Amazon-Prime-Angebote auf ihren mitgebrachten Geräten. Auch Delta Air Lines hat nachgezogen – mit Streaming-Services zum Nulltarif auf zahlreichen Kurz-, Mittel- und Langstrecken.

9. Coworking-Spaces

Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache: im offenen Raum zu arbeiten, ohne Wände mit Mitarbeitern oder Geschäftspartnern zu kommunizieren. Oder, im Lounge-Sessel versunken, Kreativlösungen für die Zukunft des Unternehmens zu entwickeln – den Laptop auf den Knien. Trotzdem scheint der Trend zum durchgestylten „Großraumbüro“ nicht mehr aufzuhalten zu sein. Geschäftsreisende kennen ihn aus ihren Businesshotels, wo sich klassische Lobbys gerade in „Wohnzimmer mit offener Arbeitsatmosphäre“ verwandeln. Vom Schani in Wien bis zum Aloft am Münchner Hauptbahnhof – die Richtung ist klar, die Zielgruppe auch: Es sind vor allem Freelancer und Jungunternehmer, die das lockere Zusammenarbeiten schätzen und nicht mehr Ausstattung brauchen als High-Speed-WLAN, Steckdose und Espressomaschine. Unternehmen der Old Economy ziehen nach: In Berlin, aktuell deutsche Hauptstadt der „Coworking-Bewegung“, gibt es bereits über 100 Gemeinschaftsbüros im neuen Stil. Dort findet man – neben Freiberuflern und Start-ups – auch Teams von American Express oder den Berliner Verkehrsbetrieben. Anbieter der Flächen sind Pioniere wie Betahaus aus Kreuzberg oder die US-amerikanische Kette WeWork. Letztere betreibt 92 exklusive Coworking-Komplexe in Boomtowns wie New York oder San Francisco. 2016 ist WeWork auch in der deutschen Hauptstadt angekommen – mit Projekten am Potsdamer Platz, Hackeschen Markt und Bahnhof Zoo. Monatsmiete für einen Arbeitsplatz: 350 bis 500 Euro. Stolze Summen für einen Grafiker aus Neukölln, Peanuts für große Unternehmen, die sich gerne in jung-dynamischem Umfeld präsentieren. „Coworking-Ketten wie WeWork versuchen großteils, klassische Büroinfrastruktur mit dem Image eines Coworking-Space anzubieten – nur eben mit fancy Design“, sagt Betahaus-Mitgründer Christoph Fahle gegenüber der „Berliner Zeitung“. „So kann sich auch ein Rechtsanwaltsbüro oder der klassische Unternehmensberater etwas hip fühlen – ohne zu weit aus seiner Komfortzone herauszukommen.“

10. Roboter im Hotel

Wer viel in modernen Businesshotels unterwegs ist, kennt ihn längst: den digitalen Concierge in Form eines Tablets – leicht und handlich, übersichtlich, stumm. Was als Innovation verkauft wird, ist die Antwort auf Wettbewerbsdruck und Fachkräftemangel in der Hotellerie. Immer mehr Häuser und Ketten setzen auf die mobile Variante des Gästeservice – und eine zunehmend technikaffine Klientel. Das tut man auch in Japan: Das Roboter-Hotel Henn-na gilt als Vorreiter einer technologischen Revolution, die in der Beherbergungsbranche Einzug gehalten hat und Menschen durch Metall ersetzt – an der Rezeption, im Zimmer- oder beim Gepäckservice. Toshiba hat gar eine humanoide Roboter-Empfangsdame entwickelt: Sie heißt Chihira Kanae, sieht aus wie eine Japanerin Mitte 30, spricht vier Sprachen und lächelt nett. „Connie“ kann noch mehr: Der männliche Metalldroide wirkt im Hilton McLean im US-Bundesstaat Virginia, ist zwar nur einen halben Meter groß, aber in der Lage, gepflegte Konversation zu betreiben. Funktioniert die Zusammenarbeit, soll der Roboter weltweit in den Hilton-Hotels zum Einsatz kommen. Dann wäre da noch „Mario“ im belgischen Ghent Marriott Hotel oder „A.L.O.“ im kalifornischen Aloft Cupertino – neben vielen namenlosen Kollegen die Neubesetzung klassischer Dienstleistungsjobs in der Hotel- und Gaststättenbranche. Langfristig werden Menschen durch intelligente Roboter ersetzt werden – prophezeite Carl Benedikt Frey von der University of Oxford auf welt.de. In seiner Studie „The Future of Employment“ berechnete der Wirtschaftswissenschaftler, dass in den nächsten 20 Jahren 35 Prozent der Jobs an Mitarbeiter aus Stahl verloren gehen. Nur Zimmermädchen könnten ihre Arbeit behalten. Frey: „Betten machen können Roboter nicht. Es ist einfach zu kompliziert.“

11. Luftmatratze mit Frühstück

Zunächst belächelt, heute gefürchtet: Airbnb (für Airbed and breakfast), Community-Marktplatz für die Buchung und Vermietung von Unterkünften aus dem Silicon Valley, macht der klassischen Hotellerie zu schaffen – wie sehr, das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Morgan Stanley. Demnach ersetzt das Sharing-Modell für 49 Prozent der befragten Airbnb-Nutzer herkömmliche Hotels, für 37 Prozent den Aufenthalt in Frühstückspensionen (Bed & Breakfast). Aufhorchen lassen die neuen Zahlen zur Analyse der Zielgruppen: So gaben 18 Prozent der Businessreisenden an, im vergangenen Jahr mindestens einmal über Airbnb gebucht zu haben – Tendenz steigend. Schon heute werden zehn Prozent aller Buchungen bei Airbnb von Business Travellern getätigt. Interessant auch die durchschnittliche Verweildauer in den vermittelten Privatunterkünften: Laut Lex Bayer, Head of Global Payments and Business Development bei Airbnb, bleiben Geschäftsreisende im Schnitt 6,8 Tage und damit doppelt so lange wie im Hotel. Gründe für den Erfolg des Sharing-Modells im Business-Segment dürfte es mehrere geben. Abgesehen davon, dass Vielreisende den Charme privater Herbergen vielleicht besonders zu schätzen wissen, hat die Plattform in jüngster Zeit einiges getan, um bei der Zielgruppe punkten zu können: Airbnb offeriert nach eigenen Angaben Tausende Unterkünfte mit Businessausstattung, die schnelles WLAN, einen laptopfreundlichen Arbeitsplatz sowie 24-Stunden-Check-in gewährleisten. Außerdem ermöglicht ein im Sommer gelaunchtes Geschäftsreise-Tool auf der Website Unternehmen eine vereinfachte Planung, Buchung und Verwaltung der Business-Trips ihrer Mitarbeiter. Auch Kooperationen mit Corporate-Travel-Bookers wie American Express Global Business Travel, BCD oder Carlson Wagonlit Travel verschaffen Airbnb-Unterkünften einen sicheren Platz auf den Favoritenlisten der Firmenreisestellen. Ein Modell, das Schule macht? Unbedingt, davon ist auch Software-Anbieter Concur überzeugt, der Sharing-Herbergen rund um den Erdball schon Anfang 2016 ein Wachstum von 56 Prozent bescheinigte.

12. Autos teilen

Ein Trend, der sich durchsetzen wird, nicht nur aus Umweltgründen: In Zeiten überfüllter Innenstädte und extremer Parkplatznot erscheint Carsharing als die Mobilitätslösung der Zukunft. Auch wenn wir Deutschen besonders am Auto hängen: Früher oder später werden Angebote wie Drive Now den eigenen Pkw ablösen. „Autos sind fahrende Stahlsärge, die im Durchschnitt zu vier Prozent ausgelastet sind und den Rest der Zeit ungenutzt in Städten herumstehen“, erklärte Alexander Sixt, Vorstand im elterlichen Unternehmen, beim Wirtschaftsforum der „Süddeutschen Zeitung“ im November. Ein Fahrzeug von Drive Now ersetze – nach Zahlen des Autovermieters – dagegen vier bis acht Privatwagen. Carsharing sei deshalb für die Umwelt auch weit effektiver als Elektroautos, ist Alexander Sixt überzeugt. Womit er Recht haben dürfte, zumindest im Moment: Für strom- betriebene Pkws fehlt bis dato eine funktionierende Infrastruktur und/oder vor allem das Vertrauen der Autofahrer. Die seit letzten Sommer geltende Kaufprämie für E-Fahrzeuge bleibt ein Flop, zu verbreitet ist die „Reichweitenangst“, also die Sorge der Menschen, auf der Strecke liegen zu bleiben. Außerdem ist das Laden der Stromer bis dato ein Geduldsspiel – zu wenige Tankstationen, verschiedene Stecker-Standards und obendrein unterschiedliche Zugangs- und Bezahlsysteme stellen umweltbewusste Fahrer auf harte Bewährungsproben. Das haben mittlerweile auch Daimler & Co. begriffen und angekündigt, künftig nicht nur tolle Autos zu bauen, sondern verstärkt in Ladestationen zu investieren. In ein paar Jahren werden wir dann endlich umsteigen – und unsere E-Autos teilen. Leere Städte, jede Menge Parkplätze, frische Luft und himmlische Ruhe? Die Hoffnung stirbt zuletzt .

13. Bleisure

Geschäftsreisen sind nicht nur anstrengend. Klar, je enger der Terminplan und je höher der Erwartungsdruck des Arbeitgebers, desto weniger Zeit bleibt für ein Kennenlernen des Zielortes. Trotzdem schätzen immer mehr Businessleute die Möglichkeit, für ihr Unternehmen um die Welt zu jetten. Glaubt man einer Untersuchung des Portals Booking.com, würden 30 Prozent der Geschäftsreisenden gar einen schlechter bezahlten Job annehmen, wenn dieser mit mehr Dienstreisen verbunden wäre. Der Grund: 49 Prozent der Business Traveller verlängern heute ihren Aufenthalt regelmäßig um ein paar Tage, um mehr zu sehen vom Reiseziel als Flughafen und Konferenzraum. Über 75 Prozent planen, dies im kommenden Jahr mindestens ebenso häufig bzw. verstärkt zu tun. „Bleisure“ nennt man den Zustand, wenn sich die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Geschäfts- und Urlaubsreise immer mehr verwischen. Ein echter Trend, der in Zeiten digitaler Vernetzung und ständiger Erreichbarkeit mehr und mehr den Alltag durchdringt. In den USA kennt man diese Tendenz bereits seit Jahren: Das „Fortune Magazine“ verfasste schon 2014 einen „Bleisure Report“, der dokumentierte, dass 60 Prozent der Business Traveller einen privaten Tag anhängten, wenn die Arbeit getan war, und 30 Prozent sogar zwei. Andere berichteten, dass sie auf Geschäftsreisen versuchten, ihre Arbeit in angenehmer Umgebung auszuführen, also mit Laptop am Strand zu sitzen oder E-Mails im Liegestuhl zu checken. Auch nicht wenige (54 Prozent) nahmen regelmäßig Kinder, Freunde oder sogar ihre Hunde mit, wenn sie in Sachen Business unterwegs waren. „Geschäftsreisende wie auch Geschäftsreisen haben sich weiterentwickelt – die Tage der Straßenkämpfer sind vorüber“, sagt Philip Haxne, Regional Director EMEA für Global Business Consulting bei American Express Global Business Travel (GBT). Auch eine aktuelle GBT-Studie dokumentiert, dass moderne Geschäftsreisende auf Lebensqualität achten, eine bessere Abstimmung zwischen Arbeit und Privatleben einfordern sowie personalisierte Geschäftsreiseprozesse erwarten. Wollen Unternehmen „Spitzenkräfte gewinnen und an sich binden“, müssen sie deren Bedürfnisse und Gewohnheiten verstehen und umsetzen, ist Haxne überzeugt.

14. Social Networks

Die Generation der Millennials ist es gewohnt, rund um die Uhr zu kommunizieren – anstelle des Telefons sind heute die sozialen Netzwerke die meistfrequentierte Plattform, auf der man sich austauscht und informiert. Auch als Geschäftsreisende pflegen sie ihre Kontakte über die üblichen Kanäle. Via WhatsApp, Facebook, Twitter & Co. wird Freunden, Familie und – je nach Branche – auch dem Arbeitgeber mitgeteilt, wo man sich gerade aufhält, ob der Flieger pünktlich gelandet oder das Geschäft zum Abschluss gekommen ist. Auch Bilder vom abendlichen Business-Essen werden gerne gepostet, von weinseligen Runden aus der Karaoke-Bar oder vom Blick aus dem Flugzeugfenster, die Skyline der Zieldestination am Horizont. Das Team zu Hause ist so immer live dabei, gerne „teilt“ man Erlebtes mit der Community, in der man sich bewegt. Die Gewohnheiten der Digital Natives werden Geschäftsreisen nachhaltig verändern – schon heute ist unser Leben öffentlich, jeder Schritt nachvollziehbar und frei von Überraschungen. Bleisure? Kein Spaß, wenn jeder davon weiß . . .

15. Abschied vom Dresscode

Spätestens seit Daimler-Boss Dieter Zetsche in Jeans, offenem Hemd und Sneakers beim Parteitag der Grünen auflief, dürfte klar sein, dass der Dresscode im Business kein Gesetz mehr ist. Klar, der Vorstandsvorsitzende war bei einer Gruppierung geladen, die dereinst als „Verein der Turnschuhträger“ verschrien war. Mit seinem betont lässigen Outfit zollte Zetsche seinen Gastgebern Tribut, was diese ihm übrigens nicht dankten – aber das sei nur nebenbei erwähnt. Tatsache ist, dass der Mann generell keine Krawatten mag und mit ihm eine „neue Lässigkeit“ auf der Führungsebene von Daimler eingekehrt ist – das berichtet jedenfalls das „Handelsblatt“. Ob der Vorstand nun auf Start-up-Gründer macht und in T-Shirts mit fröhlichen Sprüchen vor seine Aktionäre tritt, ist uns nicht bekannt. Turnschuhe aber soll Zetsche bei Geschäftsterminen schon mehrfach getragen haben, unter anderem beim Treffen mit Uber-Chef Travis Kalanick. Worauf also warten wir? Weg mit dem Anzug und rein in die Levis. Zumindest im Trump-Land wird das uramerikanische Kleidungsstück bald das Business-Outfit jedes guten Patrioten sein. Und da erfahrungsgemäß die meisten Moden aus den USA irgendwann auf dem europäischen Kontinent landen: Ab in die Umkleide!

16. Travel-Apps

Von der Navigation bis zum Check-in: 60 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden nutzen Travel-Apps für die Planung und Durchführung ihrer Business-Trips, das ergab die Studie „Chefsache Business Travel 2016“ des Deutschen ReiseVerbands (DRV). Selbst wenn Flug und Unterkunft über Reisestellen gebucht wurden, machen sich Businessreisende gerne unabhängig von den Informationen aus dem Unternehmen – und greifen zu Smartphone oder Tablet. Es geht dabei um die Orientierung vor Ort (66 Prozent), um das Abrufen aktueller Reisedaten (61 Prozent) oder die mobile Bordkarte (52 Prozent). Tendenziell nutzen Geschäftsreisende mehrere Apps, drei bis vier sind dabei keine Seltenheit, besagt die DRV-Studie. Auch wenn die Zahl der App-Nutzer hierzulande stetig zunimmt (2015 informierte sich nur jeder Dritte via App zu seiner Businessreise), liegen die Deutschen im internationalen Vergleich deutlich zurück. Laut einer Umfrage von Sabre Corporation nutzen weltweit sieben von zehn Business Travellern eine App auf ihren Dienstreisen. Ganz vorne im Ranking sind die US-Amerikaner (78 Prozent), gefolgt von den Italienern (77), Kanadiern (74) und Spaniern (73). Die Nordeuropäer (60 Prozent) und ihre deutschen Nachbarn (hier 56 Prozent) bilden die Schlusslichter unter den App-affinen Reisenden. Das mag auch an der Sorge um die Datensicherheit liegen, die hierzulande für gewöhnlich ausgeprägter ist als anderswo: 38 Prozent der in der DRV-Studie befragten Führungskräfte vertrauen der Technik nicht und befürchten, dass über die App Unbefugte Zugriff auf nichtöffentliche Unternehmensdaten haben. Das betrifft vor allem Geschäftsführer. Fast einem Viertel (23 Prozent) ist die Nutzung von Apps auf dem Firmenhandy erst gar nicht gestattet. Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV, hält das für einen Fehler. „Für Unternehmen haben Reise-Apps den entscheidenden Vorteil, dass ihre Mitarbeiter sich vor Ort organisieren können, ohne im Betrieb die Arbeitszeit eines weiteren Mitarbeiters einzubeziehen.“ In der Praxis sind Businessreisende ohnehin rund um die Uhr on Air, im Zweifel werden die elektronischen Helfer übers private Smartphone genutzt. Aber Achtung: Ohne öffentliche WLAN-Netze kann die Nutzung von Apps im Ausland ordentlich ins Geld gehen.

17. Konzentration auf dem Hotelmarkt

Vielfalt ist immer zu begrüßen – zumindest aus Sicht der Ver­braucher. Was derzeit auf dem Hotelmarkt passiert, geht in die entgegengesetzte Richtung: Immer mehr Hotelgruppen kaufen andere auf oder schließen sich zusammen, unabhängige Häuser gehen in den Marken-Portfolios der Großen auf. Unter den neuen Riesen: die US-amerikanische Gruppe Marriott International, die mit dem Kauf von Starwood Hotels und Resorts zum größten Hotelunternehmen auf dem Planeten avanciert – mit 30 Marken und 5.500 Immobilien. Auch kein kleiner Fisch: die französische Gruppe Accor, die FHRI Hotels & Resorts und seine exklusiven Marken Fairmont, Raffles und Swissôtel übernahm und jetzt über 4.000 Häuser mit 570.000 Zimmern in 95 Ländern im Angebot hat und – vom Budget- bis zum Luxushotel – das ganze Spektrum abdeckt. Wollen andere Ketten mithalten, stehen weitere Fusionen an – der Markt verdichtet sich, ähnlich wie bei den Fluggesellschaften in der letzten Dekade.

18. Sicherheit

Es sind schwierige Zeiten für Reisende – und das wird sich in naher Zukunft kaum ändern. Trotzdem muss das Business weiter­gehen, auch 2017 werden wieder Menschen des Jobs wegen ihre Koffer packen, in Flugzeuge steigen und Krisen­regionen ebenso wenig auslassen wie stark frequentierte Airports. Sicherheit ist daher ein Top-Thema in den Unternehmen und ihren Reisestellen. Neuerdings, muss man sagen, hielt sich doch das Interesse der Arbeitgeber für das Wohl ihrer reisenden Mitarbeiter bis dato eher in Grenzen. Die unsichere Weltlage rüttelt auf – laut aktueller VDR-Geschäftsreiseanalyse haben sich im Jahr 2016 immerhin 53 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern mit dem Thema Sicherheit auf Geschäftsreisen beschäftigt, im Jahr 2014 waren es noch 46 Prozent. Ein Plus von sieben Prozentpunkten zeigt sich auch bei den größeren Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, hier beschäftigen sich inzwischen 81 Prozent mit dem Thema im Vergleich zu 74 Prozent im Jahr 2014. Dieser Wert entspricht auch den internationalen Standards, die Carlson Wagonlit in einer Umfrage unter mehr als 1.000 Travel-Managern weltweit ermittelt und im Report „Travel Trends, Program Priorities: A Traveler-Centric 2016“ zusammengefasst hat: 80 Prozent aller Befragten gaben an, dass die Sicherheit und Unversehrtheit der Mitarbeiter eine große bis sehr große Rolle bei der Erstellung ihrer Reiseprogramme habe. Auch die aktuelle GBT-Studie „Meet The Modern Business Traveller“ hat ermittelt, dass Unternehmen auf die veränderte Weltlage bzw. die Nachfragen ihrer Mitarbeiter reagieren: So gaben mehr als die Hälfte der befragten Travel-Manager (54 Prozent) an, die Richtlinien für persönliche Sicherheit verschärft zu haben, mehr als ein Drittel (36 Prozent) bereiten entsprechende Maßnahmen vor oder denken über Änderungen der Richtlinien nach.

19. Klima retten

Fahren, fliegen, übernachten – jede (Geschäfts-)Reise belastet die Umwelt, daran ist nicht zu rütteln. Trotzdem ist nicht jeder ein Klimakiller, der sich auf den Weg um die Welt macht. Die Möglichkeiten, den Schaden zu begrenzen und die CO2-Bilanz akzeptabel zu halten, sind vielfältig – und werden mehr und mehr genutzt. Unternehmen verankern den Klimaschutz in ihren Richtlinien, Reisende fragen zunehmend ökologisch vertretbare Transportmittel und Unterkünfte nach. Ein Trend, der die Branche in Bewegung gebracht hat: Bahn, Fernbusunternehmen und Airlines investieren in die Reduktion und Vermeidung von Emissionen, Flughäfen bemühen sich um Klimaneutralität. Hotels ersinnen „grüne Konzepte“ für umweltbewusste Gäste, und auch im MICE-Geschäft kommt man an der Corporate Social Responsibility (CSR), der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung, nicht mehr vorbei. Ein kräftiges Signal in diese Richtung kam im November aus Marokko, wo sich knapp 200 Teilnehmerstaaten des UN-Klimagipfels zum Ziel des Paris-Abkommens von 2015 bekannt haben, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Soll dieses Ziel tatsächlich umgesetzt werden, bedeutet das für die Reisebranche, dass sie ihre CO2-Bilanz nochmals kräftig nachbessern muss – „kosmetische Maßnahmen“ reichen hier nicht mehr aus. „Wir wissen, dass wir auf dem Weg sind, auf dem wir nicht umkehren wollen und dürfen“, erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in Marrakesch. Dem können wir nur zustimmen.

20. Menschen statt Maschinen

In Zeiten totaler Digitalisierung nimmt die Sehnsucht der Menschen nach Althergebrachtem zu. Zu dieser Kategorie darf auch die persönliche Interaktion gezählt werden, also jene, die nicht über Smartphone oder Tablet stattfindet. Das Gegenteil also von Robotern an der Rezeption und Tablets auf dem Zimmer. Ein nettes Lächeln und einen Insider-Tipp vom Concierge kann kein Automat dieser Welt ersetzen, auch Theaterkarten für die ausverkaufte Premiere gibt’s nicht auf Knopfdruck. Eine Umfrage von Booking.com unter Vielreisenden ergab, dass 42 Prozent keine Unterkunft ohne freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter wählen würden. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen Zimmer in heimeligen Privatwohnungen favorisieren, selbst Geschäftsreisende (siehe Trend 11). Auch das Vertrauen in die Reiseerfahrungen anderer ist weiterhin ungebrochen: So würden 40 Prozent der Befragten nicht in einer Herberge übernachten, die mehr als drei negative Bewertungen bekommen hat. Auch das ein Argument für den menschlichen Austausch, ohne den auch die heutige automatisierte Welt nicht funktioniert. Und so kommt es, dass Hotelriesen wie Marriott Gästen neuerdings die Möglichkeit geben, mit Mitarbeitern in Kontakt zu treten. Zwar findet die Kommunikation via App oder SMS statt, trotzdem hat man es mit Menschen zu tun, deren Namen man kennt und die zurückschreiben, wenn man einen Wunsch oder eine Frage hat. „Marriott International’s Mobile Requests“ kommt den 54 Millionen Mitgliedern des Rewards-Bonusprogramms zugute und wird in ausgewählten Häusern der Marken JW Marriott, Renaissance, Autograph Collection und Marriott Hotels angeboten. Claire Bennett, Managerin bei American Express Travel and Lifestyle Services, kennt die Sehnsucht nach individuellem Service aus dem Luxussegment: „Die menschliche Note und die Nähe zum Gast bekommen immer mehr Bedeutung, nicht weniger.“