Dezentes Facelifting
Audi frischt im Frühjahr den A4 auf
Foto: Audi
Zehn Millionen Käufer können nicht irren: Der A4 ist der Topseller für die Ingolstädter Markenstrategen. Da ist auch das Facelift der aktuellen Baureihe enorm wichtig: Die Optik ändert sich nur wenig, unter der Haube ist mehr geboten.
Kaum hat BMW den neuen 3er in den Showroom gerollt, kontert Audi mit dem routinemäßigen Facelift des aktuellen 4er. Das Fazit gleich vorneweg: Die optischen Änderungen sind erst bei genauem Blick zu erkennen, ein bisschen kantiger, ein wenig aggressiver, ein paar Millimeter mehr in der Länge und der Breite. Die Ingolstädter Markenplaner wollten offenbar die Fahrer, die den letzten Jahrgang schon gekauft haben, nicht alt aussehen lassen.
Unter der Haube setzt Audi dagegen deutlich auf den Trend zu mehr Sparsamkeit. Bis zu 20 Prozent Minderverbrauch gegenüber den bisherigen A4-Modellen verspricht Ingolstadt. Doch auch der Sparmeister im A4-Programm, der Zwei-Liter-Diesel mit 136 PS verpasst die magische Marke von vier Litern auf 100 Kilometer knapp. 4,2 Liter im Normdurchschnitt und 112 Gramm CO2 sind auch knapp schlechter als der neue 3er von der Münchner Konkurrenz (4,1 Liter, 109 Gramm CO2) , der außerdem 164 PS an den Start bringt. Der sparsamste Benziner ist der Zwei-Liter-TFSI, der auf 170 PS erstarkt ist und im Schnitt 5,6 Liter auf 100 Kilometer verbraucht.
Neben Verfeinerungen am Fahrwerk hat Audi der gesamten Baureihe auch eine elektromechanische Lenkung spendiert, die Energie nur dann verbraucht, wenn auch tatsächlich gelenkt wird, und die an den Lenkbewegungen erkennt, ob der Fahrer müde wird und eine Pause vorschlägt. Dagegen ist die Nutzlast des Mittelklasse-Audi nicht verändert worden, das Gepäckraumvolumen bleibt in der Limousine bei 480 Litern, im Avant bei 490 Litern.
Fazit: Der A4 bleibt ein sehr gutes Auto aber „Vorsprung durch Technik“? Abwarten: Ende 2014 kommt bereits die nächste Generation. Da werden die Audi-Entwickler eine Schippe drauflegen müssen.
Joachim Beck
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