Frankfurt: Vorfeld-Lotsen streiken weiter
Ausstand seit fünf Uhr morgens
Streiktag Nr. 3 am Frankfurter Flughafen: Die Vorfeldlotsen legen die Arbeit erneut und für 24 Stunden nieder. Airport, Airlines und Deutsche Bahn helfen Fluggästen mit Hotlines und alternativen Reisemöglichkeiten.
Der Ausstand der Vorfeld-Mitarbeiter in Frankfurt geht zum Wochenauftakt in die nächste Runde. Nachdem am Wochenende der Streik kurzzeitig ausgesetzt worden war, kündigte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Sonntag die Fortsetzung des Arbeitskampfes an - diesmal soll der Streik gleich 24 Stunden dauern: von fünf Uhr früh am Montag bis fünf Uhr am Dienstag.
Die Vorfeld-Beschäftigten am Frankfurter Flughafen haben damit ihre Drohung vom Freitag wahr gemacht - sie wollen die Arbeit in der Verkehrszentrale, der Vorfeldkontrolle und der Vorfeldaufsicht erneut niederlegen. Nachdem es keine Einigung im Konflikt mit dem Flughafen-Betreiber Fraport AG gibt, sah die GdF "keine andere Wahl, als den Arbeitskampf mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln weiterzuführen".
Was können und sollten Reisende tun, die einen Flug ab oder nach Frankfurt gebucht haben:
1. Informieren Sie sich im Internet und bei Ihrer Airline, ob Ihr Flug schon im Vorfeld annuliert wurde. Airlines haben das Recht bei drohendem Streik Flüge abzusagen. Dem Fluggast stehen in dem Fall zwar keine Entschädigungen zu, doch einen wegen Streiks gestrichenen Flug kann der Kunde stornieren, er bekommt sein Geld zurück.
Wer trotzdem fliegen will, hat zwar Anspruch auf einen späteren Flug, aber nicht auf eine Vorzugs-Platzierung in der nächsten Maschine - die Airline platziert den Gast, wo ein Platz verfügbar ist. Hier muss der Kunde abwägen, ob eine Stornierung nicht doch günstiger ist.
Verspätungen drohen wegen des Streiks bei vielen Flügen - hier gibt es Hilfen für wartende Fluggäste: Bei Flügen bis zu 1500 Kilometern haben sie ab zwei Stunden Verspätung Anspruch auf Telefonate, Getränke, Mahlzeiten und gegebenenfalls eine Übernachtung im Hotel. Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern gibt es Unterstützung nach drei Stunden, ab 3500 Kilometern Strecke nach vier Stunden. Ab einer Wartezeit von fünf Stunden können Passagiere eine Erstattung des Flugpreises verlangen. Den Airlines steht aber frei, sich vorher mit den Passagieren darauf zu verständigen, zum Beispiel einen Flug von Frankfurt nach Berlin in eine Zugfahrt umzuwandeln.
2. Flughafenbetreiber Fraport hat das Fraport Communication Center eingerichtet unter 0 18 05/3 72 46 36 bzw. +49 1805-372 4636 aus dem Ausland
Die Lufthansa ist unter 01805-805-805 zu erreichen (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz. Preise aus dem Mobilfunknetz maximal 0,42 Euro/Min.). Die Fluggesellschaft Air Berlin hilft ihren Gästen unter der Service-Nummer 01805 737 800 (0,14 €/min).
3. Bei innerdeutschen Flügen hilft die Bahn weiter: Fluggäste können ohne Extra-Kosten mit dem Zug ans Ziel reisen, Auskunft erteilen die Airlines.
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