Fraport: Vorfeldkontrolle streikt weiter
Arbeitskampf am größten deutschen Flughafen
Foto: Fraport AG
Der Ausstand der Vorfeldkontrolle am Frankfurter Flughafen dauert an: Heute wird von 8 bis 22 Uhr gestreikt. Allein Lufthansa rechnet mit dem Ausfall von 250 Verbindungen. Info-Telefone für Reisende und Bahn-Gutscheine sollen weiterhelfen.
Tag zwei des Ausstands am Frankfurter Flughafen - zwischen 8 und 22 Uhr werden die Vorfeldlotsen erneut die Arbeit niederlegen.
Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will mit dem Arbeitskampf um höhere Bezüge für die Mitarbeiter und bessere Arbeistzeitregelungen kämpfen. Zur Vorfeldkontrolle gehören nur 200 Beschäftigte doch für den Flugbetrieb sind diese unverzichtbar. Die Gewerkschaft der Flugsicherung schätzt, dass heute rund 400 Flüge betroffen sind. Die Lufthansa erwartet rund 250 Flugausfälle.
In jedem Fall kommt es zu erheblichen Behinderungen - Reisende können sich über Info-Telefone über ihren Flug erkundigen: Flughafenbetreiber Fraport gibt unter der Telefon-Nummer 018 05/3 72 46 36, die Lufthansa unter 018 05/80 58 05 Auskünfte über Annulierungen, Verspätungen und Umbuchungsmöglichkeiten. Die Bahn bietet Hilfe an für gestrandete Passagiere: Wer einen Inlandsflug bei Lufthansa oder Air Berlin gebucht hat, kann seinen Flugschein gegen einen Bahn-Gutschein für die Strecke eintauschen, hat das Unternehmen mitgeteilt.
In dem Konflikt sieht sich die Fraport AG im Recht: "Wir sind der Überzeugung, dass wir ein gutes Angebot vorgelegt haben", sagte Fraport-Sprecher Mike Schweitzer. Die Forderung laufe auf Entgelterhöhungen von bis zu 73 Prozent hinaus. Auch der Betriebsrat aller Fraport-Beschäftigten hat die Forderung als überzogen kritisiert.
Aktuelle Ankunfts- und Abflugpläne des Frankfurter Flughafens gibt es unter http://www.frankfurt-airport.de/content/frankfurt_airport/de.html
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