Donnerstag, 23 Februar 2012

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Sparen mit Spaß

Dieselmotor für den Mercedes SLK

Dieselmotor für den Mercedes SLK

Foto: Mercedes Benz

Früher war der Diesel ein spaßarmer Ölbrenner - jetzt hat Mercedes ihn das Laufen gelehrt: Er erobert den Motorraum im Mercedes SLK.

Diesel - das war früher vor allem was für Handwerker, Landwirte und langweilige Dienstwagen. Früher! Inzwischen hat der spaßarme Ölbrenner das Laufen gelernt und knackt als vorerst letzte Bastion den Motorraum im Mercedes SLK. Mit 204 PS ist der kleine offene Benz vorzüglich motorisiert.

Auch wenn Mediamarkt und Saturn inzwischen etwas anderes behaupten: Manchmal ist Geiz wirklich geil. Zum Beispiel mit der neuen Spaß-und-Spar-Motorisierung im neuen SLK-Cabrio. 250 CDI steht am Heck und was Roadster-Puristen die Nase rümpfen lässt, treibt tabulosen Genussmenschen ein entspanntes Lächeln ins Gesicht. Der Diesel-Vierzylinder mit der internen Bezeichnung OM 651gibt sich nur ganz kurz nach dem Kaltstart als Selbstzünder zu erkennen – danach bleibt ein satter kerniger Sound, für den sich kein Cabriofahrer entschuldigen muss.

Auf hohe Drehzahlen kann der CDI-Pilot dabei getrost verzichten. Schon bei 1600 Umdrehungen steht die maximale Kraft von 500 Newtonmetern zur Verfügung – im Notfall spurtet der kleine Roadster damit in 6,7 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht - wenn man denn will – eine Spitzengeschwindigkeit von 243 Stundenkilometern. Das dürfte allerdings die Ausnahme sein, genauso wie der praxis-untauglich errechnete Normverbrauch von 4,9 Litern auf 100 Kilometer. Wer diesen Wert erreichen will, der sollte sich besser mit einem Tretauto fortbewegen. Wer den Cabrio-Spaß erleben will, kommt trotzdem unter 8 Liter auf seine Kosten.

Für das Fahrwerk haben die Sterneköche aus Stuttgart eine eher kernige Abstimmung gefunden, die zusammen mit straff gepolsterten Sitzen genau die richtige Balance zwischen Komfort und Sportlichkeit vermitteln. Das Faltdach öffnet und schließt wie gehabt in 20 Sekunden und macht aus dem offenen Roadster ein vollwertiges Coupé – für rund 2400 Euro Aufpreis sogar mit einem Glasdach, das gegen zu viel Licht abgedunkelt werden kann. Für fast 42tausend Euro ist der erste Diesel-Roadster von Mercedes kein Sonderangebot – aber das hat von den Stuttgarter ja auch noch niemand erwartet.

Fazit: SLK mit Mehrwert. Der Diesel nimmt dem Kleinen nichts an Spritzigkeit und setzt beim Nutzwert noch eins drauf.

Joachim Beck

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