Freitag, 18 Mai 2012

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Ein VW fürs feine Volk

Das neue Passat Coupé macht auf edel

Das neue Passat Coupé macht auf edel

Foto: Volkswagen

Wenn es nach den Marketingstrategen von VW geht, ist der neue CC gar kein Passat mehr. In der Neuauflage geht das viertürige Coupé jedenfalls ohne den windigen Mittelklasse-Namen ins Rennen. Technisch gibt's dagegen wenig Neues.

Als der Passat CC vor vier Jahren in den Schaufenstern stand, schieden sich die Geister. Den einen war er zu viel Biedermann, den anderen zu viel Sportcoupé. Trotzdem haben sich inzwischen ganz unauffällig 270.000 Liebhaber gefunden, die mindestens 30.000 Euro für den langgestreckten viertürigen Passat-Sprössling hinblätterten.

In der Neuauflage gehen die VW-Werber einen Schritt weiter. Der CC verliert den Namen Passat und geht als Brückenschlag zwischen Mittelklasse und dem Nobel-Phaeton ins Rennen. „Das Design des perfektionierten Volkswagen CC schlägt mit einer neu gestalteten Front- und Heckpartie noch souveräner eine Brücke in die automobile Oberklasse“, heißt das im vollmundigen Werbesprech. Im Klartext: ein bisschen kantiger, ein bisschen mehr Seitenschweller, neue Stoßfänger vorne und hinten, neue Bi-Xenon Scheinwerfer und LED-Rückleuchten – ein neuer Wagen ist dabei nicht entstanden. Deutlicher wird die Aufwertung in der Serien-Ausstattung. Bi-Xenon-Scheinwerfer, CD-Radio, Müdigkeitswarner und Multifunktionslenkrad waren bisher aufpreispflichtig. Dazu gibt es neue und altbekannte Assistenzsystem (Sonderausstattung), wie Spurwechsel-Assistent, Totwinkel-Warner, automatische Fernlichregulierung und eine Kamera zur Verkehrszeichenerkennung. Das ist gut, damit sich der Fahrer besser auf den Klimasitz mit integrierter Massagefunktion konzentrieren kann. Unter der Haube treffen wir auf alte Bekannte. TSI-Motoren mit 1,8 und 2 Litern (160 und 210 PS), der  3,6 Liter mit 300 PS und die Zweiliter-Diesel mit 140 und 170 PS sind serienmäßig mit Start-Stopp-System (nur die Diesel) und Rekuperationsmodus (Bremsenergierück-gewinnung) ausgerüstet. Offizielle Premiere des CC ist Ende Januar bei der Los Angeles Motor Show, zum Händler rollen die Coupé-Limousinen im Januar. Fazit: Der schicke Volkswagen im Coupé-Design zum Glück nur moderat verändert und behutsam aufgewertet. Gut so. Joachim Beck 

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