Alles neu macht der Drei
BMW stellt die neue Mittelklasse vor
Foto: BMW
Der neue 3er von BMW ist keine Überraschung – und das ist auch gut so. Er ist wieder geräumiger, er ist wieder komfortabler, er ist wieder luxuriöser, er ist wieder sparsamer als der Vorgänger und er kommt im Februar zu den Händlern.
Es sind zwar noch ein paar Monate hin bis zum Start des neuen 3ers – aber ein erster Blick wird ja wohl erlaubt sein. Schließlich ist der Mittelklasse-Bayer das wichtigste Modell aus München – jeder dritte verkaufte BMW ist einer aus der 3er-Reihe. Kein Wunder, dass sich die bayerischen Autobauer viel Mühe mit ihrem Flagschiff geben. Ziemlich elegant die Erscheinung, ein bisschen länger gestreckt, ein bisschen flacher – tatsächlich haben die Ingenieure neun Zentimeter in der Länge spendiert (was hauptsächlich den Fondpassagieren gefällt), und fünf Zentimeter mehr Radstand (was Laufruhe und Komfort zugute kommt). Unterm Blech dagegen spielt sich für die einen (Traditionsbruch!) eine kleine Tragödie ab, für die anderen (Technikfortschritt!) eine Revolution. Die famosen Reihen-Sechszylinder im 328i (ab Februar) und 320 (folgt später) mussten ganz neu entwickelten Vierzylindern weichen, die mit Hightech-Einsatz den Normverbrauch deckeln. Der 328i ist zwar jetzt nur noch ein Zweiliter-Vierer, braucht aber auch nur noch 6,4 Liter Super für 100 Kilometer. Der 335i (ab Februar/weiterhin ein Sechszylinder) begnügt sich mit 7,9 Liter im EU-Mix). Ebenfalls bereits zum Start im Februar kommen zwei Diesel, 320d und 320d Efficient Dynamics, letzterer bringt es mit 164 PS auf 4,1 Liter. Die neue BMW-Spezialität ist der sogenannte Fahrerlebnisschalter, der schon aus dem 1er bekannt ist. In den Stellungen Comfort, Sport, Sport plus und Eco Pro, kann der Fahrer in die Elektronik von Motor, Steuerung, Schaltung und Dämpfung eingreifen. So sind besonders sportliche Zwischenspurts oder bis zu 20 Prozent Spritersparnis möglich. Ab Herbst 2012 wird es den 3er auch als Activ-Hybrid geben – eine Verbindung von Sechszylinder mit 306 PS und einem besonders klein bauenden E-Motor mit 54 PS. Der Activ Hybrid wird hauptsächlich zur Unterstützung beim Beschleunigen eingesetzt, kann bis Tempo 60 aber auch rein elektrisch fahren, und hält bei schneller Autobahnfahrt im „Segelbetrieb“ die Geschwindigkeit bei abgekoppeltem Verbrenner. Der Lohn der Mühe: 6,4 Liter Normverbrauch. Das muss dem Käufer allerdings um die 7000 Euro Aufpreis wert sein. Joachim Beck
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