Gaudí-Metropole
Barcelona fasziniert mit Kultur und Lebensart
Foto: Starwood
Feinstes Hotel-Design, erlesene Gourmet-Adressen und einmalige Architektur-Denkmäler – fast könnte man vergessen, das Barcelona zu den wichtigsten Geschäftsreiseadressen gehört
Es gibt viele Segel im Hafen von Barcelona, aber nur eins, das über hundert Meter hoch ist: Das W Hotel am Strand des Hafenviertels Barceloneta, einer der ersten europäischen Ableger der Lifestyle-Hotelkette von Starwood. Zwar ist es von seiner Lage her umstritten. Der exponierte Standort am Strand verstößt nach Meinung vieler Katalanen gegen die Ley de Costas, das spanische Küstengesetz, demzufolge eine hundert Meter lange Schutzzone am Meeresufer unverbaut bleiben muss. Trotzdem hat es sich inzwischen zu einem neuen Wahrzeichen der Mittelmeermetropole entwickelt. Vom katalanischen Altmeister Ricard Bofill erbaut, lockt es mit einem „Infinity-Edge Pool" und dem Restaurant Bravo 24 von Starkoch Carles Abellán. Hotspot ist die Eclipse-Lounge im 26. Stock, wo coole Watermelon-Cocktails für Fiesta-Laune sorgen.
Von seiner Form her erinnert das W Hotel an das Burj Al Arab, und es scheint fast, als wollte Barcelona ein bisschen Dubai spielen. Das tat es auch in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts, als der Immobilienboom noch ungebrochen war, ein Hotelturm nach dem anderen in den Himmel schoss und die Stadt sich mit Filmen wie Woody Allans „Vicky, Cristina, Barcelona" als europäische Party-Hauptstadt feiern ließ. Mittlerweile hat die Wirtschaftskrise diese euphorische Stimmung deutlich getrübt.
Marc Tügel
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